Die Klasse mit der größten Auswahl
Rund 500 Quadratmeter ist die typische Rasenfläche eines freistehenden Einfamilienhauses, und entsprechend viele Geräte zielen genau darauf. Das ist die gute Nachricht: Du hast Auswahl zwischen etwa 500 und 1.000 Euro, quer über alle Navigationsverfahren.
Die schlechte Nachricht ist dieselbe. Weil so viele Modelle in diese Klasse fallen, unterscheiden sich Geräte mit derselben Flächenangabe erheblich in dem, was sie tatsächlich können. Der Preisunterschied von 500 auf 1.000 Euro steckt fast nie in der Fläche, sondern in Navigation, Hinderniserkennung und Verarbeitung.
Der wichtigste UnterschiedBei 500 Quadratmetern schafft praktisch jedes Gerät die Fläche in einem bis zwei Durchgängen. Die Akkukapazität ist hier also kein Auswahlkriterium. Was zählt, ist die Frage, wie zuverlässig der Roboter seine Grenze findet und ob er Hindernisse erkennt.
Worauf es in dieser Klasse ankommt
RTK oder Kamera, das ist die Preisfrage
In dieser Größe stehen sich zwei Ansätze gegenüber. Geräte mit RTK brauchen eine Antenne im Garten und freien Himmel, fahren dafür saubere Bahnen und sind meist günstiger. Rein kamerabasierte Geräte kommen ohne Antenne aus und stören sich nicht an Bäumen, tun sich aber bei tiefstehender Sonne schwer.
Die Entscheidung hängt nicht am Budget, sondern am Grundstück. Liegt der Rasen offen, ist RTK die günstigere und genauere Lösung. Stehen mehrere große Bäume darauf oder grenzt er an eine hohe Hauswand, wird RTK unzuverlässig, und die Kamera ist die bessere Wahl.
Kantenschnitt
Auf 500 Quadratmetern liegt der Kantenanteil zwischen den Extremen. Ein stehen gebliebener Streifen von zehn Zentimetern fällt auf, ist aber mit dem Rasentrimmer in wenigen Minuten erledigt. Geräte mit seitlich ausfahrendem Mähwerk kosten spürbar mehr. Ob sich das lohnt, hängt daran, wie viele Kanten dein Rasen wirklich hat.
Hinderniserkennung
Dieser Punkt trennt in dieser Klasse die Preisgruppen am deutlichsten. Günstige Geräte arbeiten mit Stoßsensoren und merken ein Hindernis erst beim Kontakt. Teurere erkennen es optisch und weichen aus. Wer Kinderspielzeug im Garten hat oder abends mähen lässt, sollte hier nicht sparen, dazu steht mehr bei der Hinderniserkennung.
Steigung
500 Quadratmeter mit fünf Prozent Gefälle sind eine andere Aufgabe als 500 Quadratmeter eben. Die Herstellerangaben reichen von 30 bis 45 Prozent, gemessen wird das als Höhenunterschied auf einen Meter Länge. Bei nassem Gras verlieren Geräte ohne Allradantrieb deutlich früher den Grip, als das Datenblatt vermuten lässt.
Was hier weniger zählt
- Akkukapazität. Die Fläche ist in ein bis zwei Zyklen erledigt, egal mit welchem Akku.
- Mobilfunk. Bei dieser Grundstücksgröße reicht das WLAN vom Haus fast immer bis zur Ladestation.
- Mehrere Karten. Nur nötig, wenn Vorgarten und Hintergarten getrennt liegen.
Was es kostet
Der Einstieg liegt bei etwa 480 bis 600 Euro. Dafür bekommst du ein Gerät für 500 bis 600 Quadratmeter mit App, Sperrzonen und einem Navigationsverfahren, meist RTK mit Antenne oder eine einfache Kamera.
Zwischen 650 und 850 Euro wird die Ausstattung besser: zwei kombinierte Navigationsverfahren, optische Hinderniserkennung, oft eine Garage im Lieferumfang und ein Antrieb, der mit Steigungen zurechtkommt.
Über 900 Euro zahlst du für LiDAR, Allradantrieb und Kantenmähwerk. Auf einer offenen Fläche von 500 Quadratmetern ist das Luxus. Bei Hanglage, starker Verschattung oder verwinkeltem Zuschnitt kann es die richtige Entscheidung sein.