Ab hier wird es eine Planungsaufgabe
Bei 500 Quadratmetern stellt man den Roboter hin und lässt ihn laufen. Bei 2.000 Quadratmetern funktioniert das nicht mehr. Die Fläche ist selten zusammenhängend, die Ladestation steht irgendwo, und ein vollständiger Durchgang zieht sich über zwei Tage. Das Gerät muss also verwalten, nicht nur mähen.
Rechne mit realen Zahlen: Ein gutes Gerät dieser Klasse schafft zwischen 200 und 400 Quadratmeter pro Stunde. Bei 2.000 Quadratmetern sind das fünf bis zehn Stunden reine Mähzeit, dazu drei bis fünf Ladepausen von je einer Stunde. Ein kompletter Schnitt dauert also anderthalb bis zwei Tage. Deshalb mäht ein Roboter dieser Größe faktisch dauerhaft, und Lautstärke sowie Ruhezeiten werden zum Thema.
Der zweite Punkt ist die Verbindung. Bei einem Grundstück dieser Größe reicht das WLAN vom Haus fast nie bis in die letzte Ecke. Geräte mit eingebautem Mobilfunkmodul lösen das. Lange galt das als Kostenfalle, weil einige Hersteller nach der ersten Saison ein Abo verlangten. Das hat sich 2026 gedreht, dazu unten mehr.
Die Zahl, auf die es ankommtNicht die maximale Fläche, sondern die Flächenleistung pro Stunde. Zwei Geräte mit derselben Angabe von 1.500 Quadratmetern können 140 oder 400 Quadratmeter pro Stunde schaffen. Das ist der Unterschied zwischen zwei Tagen und einem Vormittag.
Worauf es in dieser Klasse ankommt
Flächenleistung statt Flächenangabe
Die Herstellerangabe sagt nur, welche Fläche das Gerät in einem Zyklus bewältigt, nicht wie schnell. Für die Leistung zählen Schnittbreite, Fahrgeschwindigkeit und wie effizient die Bahnen liegen. Steht die Angabe nicht im Datenblatt, ist die Akkulaufzeit ein guter Anhaltspunkt: Ein Gerät mit 9 oder 12 Amperestunden arbeitet deutlich länger am Stück als eines mit 6.
Mehrere Zonen und Karten
Zwei Bereiche reichen bei dieser Größe selten. Aktuelle Geräte verwalten zwischen zehn und dreißig getrennte Zonen mit eigenen Zeitplänen und Schnitthöhen. Das ist praktisch, wenn die Wiese hinterm Haus seltener geschnitten werden soll als der Rasen vorn.
Mobilfunk und laufende Kosten
Netzwerk-RTK und Fernzugriff laufen über ein eingebautes Mobilfunkmodul. Diese Dienste waren jahrelang kostenpflichtig, bei Mammotion etwa mit 49,90 Euro im Jahr. Im April 2026 hat der Hersteller den Dienst samt Datenverbindung dauerhaft kostenlos gestellt, für Geräte der Modelljahre 2025 und 2026. Navimow verlangt für die Satellitenkorrektur ebenfalls nichts, nur für Fernzugriff und Diebstahlortung werden ab dem zweiten Jahr rund 30 Euro jährlich fällig.
Für die Kaufentscheidung heißt das: Die laufenden Kosten sind bei den meisten Herstellern kein Argument mehr. Ein Blick in die Produktbeschreibung lohnt trotzdem, gerade bei kleineren Marken, die diesen Schritt nicht mitgegangen sind.
Belege zur Abo-Lage: Haus & Garten Test zur dauerhaften Freigabe des iNavi-Dienstes, drohnen.de zu den früheren Preisen und den betroffenen Modelljahren, techboys zur Folgekostenlage 2026 im Herstellervergleich. Stand August 2026.
Verschattung auf großer Fläche
Je größer das Grundstück, desto wahrscheinlicher gibt es sowohl offene als auch verschattete Bereiche. Ein Gerät, das nur ein Verfahren beherrscht, wird in einem der beiden Bereiche schwächeln. In dieser Klasse sind Kombinationen aus LiDAR, Kamera und Satellitenkorrektur deshalb die Regel und nicht der Aufpreis wert, sondern notwendig.
Steigung
Große Grundstücke sind selten durchgehend eben. Wenn eine Böschung dabei ist, prüfe die Steigung getrennt, dazu steht mehr auf der Seite zur Hanglage. Ein Gerät, das an einer Stelle nicht hochkommt, lässt diesen Bereich dauerhaft ungemäht.
Was es kostet
Der Einstieg liegt bei etwa 900 Euro für ein Gerät bis 1.600 Quadratmeter mit LiDAR, ohne Allrad und ohne Mobilfunk. Für eine ebene, zusammenhängende Fläche ist das die vernünftigste Rechnung.
Zwischen 1.200 und 1.700 Euro kommen Allradantrieb, Mobilfunkmodul und automatische Kartierung mehrerer Zonen dazu. Das ist der Bereich, in dem die meisten Grundstücke dieser Größe gut bedient sind.
Über 2.000 Euro zahlst du für Flächenleistung. Geräte mit zwei starken Schnittsystemen und großen Akkus schaffen das Dreifache pro Stunde. Wenn dich stört, dass der Roboter faktisch immer läuft, ist das der Hebel, an dem sich etwas ändert.