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Ich verkaufe selbst nichts und teste die Geräte nicht in einem eigenen Labor. Die Angaben stammen aus den Herstellerangaben, den technischen Datenblättern und aus zusammengetragenen Erfahrungen aus dem Alltagsbetrieb. Preise und Verfügbarkeit werden automatisch aktualisiert und können sich jederzeit ändern, es gilt der Preis auf der Zielseite.

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Mähroboterohne Begrenzungskabel

Verfahren 02 • Optisch

Kamera und Bilderkennung

Der Roboter sieht den Rasen, statt ihn zu berechnen. Das macht ihn unabhängig vom Satellitensignal und abhängig vom Licht.

Wie ein Roboter Rasen erkennt

Für einen Menschen ist die Sache trivial: Hier ist Gras, da ist Pflaster, dazwischen liegt die Kante. Für ein Computerprogramm war genau das jahrzehntelang eine schwer lösbare Aufgabe. Erst trainierte neuronale Netze haben sie praktikabel gemacht.

Das Prinzip: Ein Modell bekommt hunderttausende Bilder von Gärten zu sehen, jeweils mit der Information, welcher Bildbereich Rasen ist und welcher nicht. Daraus lernt es Muster, die weit über Farbe hinausgehen, nämlich Textur, Halmstruktur und typische Übergänge. Im Betrieb wertet der Roboter das Kamerabild mehrmals pro Sekunde mit diesem Modell aus.

Wo bin ich? Der zweite Teil der Aufgabe

Rasen erkennen reicht nicht. Der Roboter muss auch wissen, wo auf der Fläche er sich gerade befindet, sonst kann er keine Bahnen planen und nicht dort weitermachen, wo er aufgehört hat.

Dafür nutzen diese Geräte ein Verfahren aus der Robotik, das visuelle SLAM heißt, kurz für Simultaneous Localization and Mapping. Vereinfacht gesagt merkt sich der Roboter markante Punkte in der Umgebung, etwa eine Zaunecke, einen Baumstamm oder eine Terrassenkante. Aus der Verschiebung dieser Punkte im Bild berechnet er, wie er sich bewegt hat. Gleichzeitig baut er daraus eine Karte auf.

Der eigentliche VorteilKein Satellit, keine Antenne, kein Mobilfunk. Ein rein optisch navigierendes Gerät funktioniert im Innenhof genauso wie unter einem Apfelbaum. Wo RTK aufgibt, ist die Kamera oft gerade in ihrem Element, weil es dort besonders viele markante Punkte gibt.

Die Schwachstelle: Licht

Was der Mensch beim Sehen kaum bemerkt, bringt eine Kamera an ihre Grenzen. Drei Situationen sind kritisch:

  1. Tiefstehende Sonne. Morgens und abends fällt das Licht flach ein, lange Schatten zerschneiden die Fläche und können wie Kanten wirken. Gleichzeitig blendet die Sonne direkt in die Linse.
  2. Harte Hell-Dunkel-Übergänge. Ein halb beschatteter Rasen unter einem Baum hat Kontraste, die den Dynamikbereich einfacher Kameras übersteigen. Hersteller begegnen dem mit HDR-Aufnahmen, gelöst ist es damit nicht vollständig.
  3. Dämmerung und Nacht. Hier endet es schlicht. Die meisten kamerabasierten Geräte kehren bei einbrechender Dunkelheit selbstständig zur Ladestation zurück.

Dazu kommt ein praktischer Punkt, der oft unterschätzt wird: Die Linse muss sauber bleiben. Nach nassem Wetter mit Grasspritzern hilft gelegentliches Abwischen.

Was die Kamera noch kann

Der eigentliche Gewinn liegt nicht in der Navigation, sondern in der Hinderniserkennung. Ein Gerät, das ohnehin ein Bildverständnis mitbringt, erkennt nicht nur, dass etwas im Weg liegt, sondern auch was. Die Hersteller trainieren ihre Modelle inzwischen auf mehrere hundert Objektarten, ausdrücklich einschließlich Igel und Haustiere.

Das ist der Grund, warum auch Geräte mit RTK oder LiDAR fast immer zusätzlich eine Kamera haben. Für die Position brauchen sie sie nicht, für die Sicherheit schon. Mehr dazu steht bei der Hinderniserkennung.

Manche Modelle bieten die Kamera zusätzlich als Gartenüberwachung an, teils mit Livebild aufs Smartphone. Wenn Nachbargrundstücke oder öffentliche Wege ins Bild geraten, ist das datenschutzrechtlich heikel. Diese Funktion sollte man bewusst einschalten, nicht beiläufig.

Modelle mit Kameranavigation

Geräte, die optisch navigieren und dafür weder Antenne noch Satellitenempfang brauchen.

Zwei Kameras MOVA ViAX 250

MOVA ViAX 250

MOVA
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Preis abgerufen am 14.09.2026 um 12:37 Uhr. Bei Amazon kann er sich jederzeit ändern.

Navigiert über zwei Kameras mit HDR-Bildgebung, ein Sichtfeld von 120 mal 70 Grad und rund 50 Metern Erkennungsreichweite. Satellitenempfang oder Signalpfosten braucht es nicht. Der Frontantrieb mit lenkbaren Hinterrädern kommt durch Wege ab 60 Zentimetern und über Hindernisse bis 4 Zentimeter Höhe. Für kleine Gärten geht die Rechnung auf. Die Einrichtung gelingt schnell, das Gerät arbeitet leise und nimmt spürbar Arbeit ab. Zwei Einschränkungen sind zu nennen: Der Kantenschnitt reicht nicht überall aus, stellenweise bleibt Nacharbeit mit dem Rasentrimmer. Und es gibt vereinzelt Ausfälle schon nach wenigen Monaten Betrieb.

Vorteile
  • Reine Kameranavigation, unabhängig vom Satellitensignal
  • HDR-Bildgebung gleicht schwierige Lichtverhältnisse aus
  • Erkennt über 300 Hindernisarten
  • Zwei Karten verwaltbar, gut für Vor- und Hintergarten
  • Leise und wendig durch lenkbare Hinterräder
Zu beachten
  • Kantenschnitt lässt einen Streifen stehen, Trimmer bleibt nötig
  • Steigung bis 40 Prozent, weniger als bei LiDAR-Modellen
  • Einzelne Berichte über frühe Defekte
Einordnung: Passt auf kleine, zerteilte Grundstücke, bei denen ein Satellitensignal ohnehin schwierig wäre. Erwarte keinen perfekten Kantenschnitt.
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Drei Kameras TerraMow V600

TerraMow V600

TerraMow
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Preis abgerufen am 14.09.2026 um 12:37 Uhr. Bei Amazon kann er sich jederzeit ändern.

Navigiert über drei Kameras und kommt ohne Begrenzungskabel und ohne RTK-Antenne aus, Signalabbrüche gibt es entsprechend nicht. Die Karte entsteht vollautomatisch, die Einrichtung dauert laut Hersteller etwa fünf Minuten. Die Schnitthöhe wird elektronisch zwischen 25 und 75 Millimetern verstellt. Das automatische Kartieren ist hier die Stärke: Auf rund 130 Quadratmetern steht die Karte in etwa einer halben Stunde, und zwar ohne manuelles Nachbessern. Auch Randmähen und die getrennte Höheneinstellung für verschiedene Rasenbereiche funktionieren im Alltag zuverlässig. Weil er ausschließlich optisch navigiert, endet die Arbeit bei einbrechender Dunkelheit.

Vorteile
  • Drei Kameras, keine Antenne und kein Satellitensignal nötig
  • Karte entsteht vollautomatisch, Einrichtung in wenigen Minuten
  • Schnitthöhe elektronisch von 25 bis 75 Millimeter
  • Bis zu 20 Zonen und drei getrennte Karten
  • Unter 54 Dezibel, wetterfest nach IPX6
  • Garage, Ersatzklingen und Befestigungsset liegen bei
Zu beachten
  • Steigung nur bis 32,5 Prozent, weniger als bei den meisten Mitbewerbern
  • Kehrt bei schlechten Lichtverhältnissen zur Station zurück
  • Reine Kameranavigation, in der Dämmerung endet die Arbeit
Einordnung: Umfangreiches Paket mit Garage und dem unkompliziertesten Einstieg im Feld, solange der Garten keine steilen Hänge hat.
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Kleinster Garten Yardcare V100

Yardcare V100

YARDCARE
399,99 € bei Amazon

Preis abgerufen am 14.09.2026 um 12:37 Uhr. Bei Amazon kann er sich jederzeit ändern.

Kleinstes Gerät im Feld und auf Rasen bis etwa 150 Quadratmeter ausgelegt. Navigiert per KI-Kamera, zusätzliche Kollisionssensoren decken die toten Winkel ab. Der Akku wird entnommen und geladen, eine Ladestation muss also nicht montiert werden. Für unklare Rasenkanten liegen Magnetstreifen bei. Auf Flächen um die fünfzig bis hundert Quadratmeter arbeitet er zuverlässig und sauber. Die Ladezeit von etwa einer Stunde und die einfache Höhenverstellung sprechen für den Alltagseinsatz. Einordnen sollte man allerdings, dass ein größerer Teil der öffentlichen Rückmeldungen zu diesem Gerät aus Amazons Vine-Programm stammt, die Geräte also kostenlos bereitgestellt wurden.

Vorteile
  • Günstigster Einstieg überhaupt
  • Keine Ladestation zu montieren, Akku wird entnommen
  • Kamera und Kollisionssensoren ergänzen sich
  • Schnell wieder geladen
  • Drei Ersatzmesser liegen bei
Zu beachten
  • Nur bis etwa 150 Quadratmeter, größere Flächen brauchen Zusatzakkus
  • Steigung bis 20 Grad
  • Schnittbreite nur 16 Zentimeter
Einordnung: Für den kleinen Stadtgarten die günstigste Möglichkeit, ohne Kabel zu mähen. Bleib dabei realistisch bei der Fläche.
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Weitere Modelle mit Kamera

Worx Landroid Vision WR206E.1

Ohne Antenne

Reine Kameranavigation ohne Begrenzungskabel und ohne Antenne, ausgelegt auf 600 Quadratmeter.

499,99 € abgerufen am 14.09.2026 um 12:37 Uhr Bei Amazon ansehen

eufy C15

Mit Garage

Mähroboter für bis zu 500 Quadratmeter, navigiert ohne RTK über Kameraerkennung.

748,99 € abgerufen am 14.09.2026 um 12:37 Uhr Bei Amazon ansehen

Yardcare V3

Günstigster Einstieg

Günstiger Einstieg mit reiner Kameranavigation, ganz ohne RTK.

399,99 € abgerufen am 14.09.2026 um 12:37 Uhr Bei Amazon ansehen

Häufige Fragen zur Kameranavigation

Mäht ein Kameragerät auch im Dunkeln?

In der Regel nicht. Die meisten Modelle beenden die Arbeit bei einbrechender Dämmerung und fahren zur Ladestation. Einige haben eine LED zur Aufhellung, das Ergebnis bleibt aber schlechter als bei Tageslicht. Wenn dein Roboter abends laufen soll, ist RTK oder LiDAR die bessere Wahl.

Was passiert bei Regen?

Für die Kamera ist Regen weniger ein Problem als Dunkelheit, Tropfen auf der Linse stören aber die Erkennung. Praktisch relevanter ist der Regensensor, der die meisten Geräte ohnehin zur Station schickt. Nasses Gras verklebt das Mähwerk und der Rasen leidet unter der Belastung.

Braucht ein Kameragerät WLAN im Garten?

Für die Navigation selbst nicht, die läuft an Bord. Für Einrichtung, App-Steuerung und Firmware-Updates schon. Wie streng die Anforderung ist, unterscheidet sich deutlich, manche Modelle sind ohne durchgehende Verbindung kaum nutzbar. Das steht selten deutlich in der Produktbeschreibung.

Erkennt die Kamera auch die Rasenkante zum Beet?

Bei klarem Übergang ja, etwa Rasen zu Pflaster oder Rindenmulch. Schwierig wird es bei flachen, kontrastarmen Übergängen und bei Gras, das ins Beet hineinwächst. Für solche Stellen bieten manche Hersteller Magnetstreifen an, die als Hilfslinie ausgelegt werden.

Wie gut ist die automatische Kartierung?

Sie klingt bequemer, als sie oft ist. Bei klar begrenzten, einfachen Flächen funktioniert sie gut. Bei Beetkanten, erhöhten Randsteinen und Übergängen zum Nachbargrundstück kommt es vor, dass die Grenze falsch gesetzt wird. Eine einmalige manuelle Runde liefert in verwinkelten Gärten meist das sauberere Ergebnis.

Stand: . Preise und Verfügbarkeit werden zweimal täglich automatisch aktualisiert.