Warum die Flächenangabe allein nicht reicht
Jeder Hersteller nennt eine Maximalfläche. Diese Zahl beschreibt, was das Gerät in einem üblichen Mähzyklus schafft, unter guten Bedingungen: ebener, zusammenhängender Rasen, trockenes Gras, keine Engstellen. Der eigene Garten sieht selten so aus.
Drei Größen verschieben das Ergebnis stärker als die reine Fläche:
- Zuschnitt. Ein verwinkelter Garten mit vielen Kanten kostet deutlich mehr Zeit als ein Rechteck gleicher Größe. Der Roboter wendet häufiger und setzt öfter neu an.
- Steigung. Eine Böschung bremst nicht nur, sie kann den Bereich ganz unerreichbar machen, wenn der Antrieb nicht reicht. Was dabei zählt, steht auf der Seite zur Hanglage.
- Verschattung. Bäume und Hauswände stören den Satellitenempfang. Auf großen Flächen gibt es meist beides, offene und verschattete Bereiche, was für Geräte mit zwei Verfahren spricht.
Die Zahl, die im Datenblatt fehltNicht die Maximalfläche entscheidet über die Mähdauer, sondern die Flächenleistung pro Stunde. Aktuelle Geräte liegen zwischen 140 und 650 Quadratmetern. Bei 2.000 Quadratmetern ist das der Unterschied zwischen einem Vormittag und zwei vollen Tagen.
Große Flächen sind ein eigener Markt
Bis etwa 1.000 Quadratmeter ist die Auswahl im Onlinehandel groß. Darüber wird sie schnell dünn, und ab 3.000 Quadratmetern bleiben nur noch eine Handvoll Geräte. Das liegt nicht an der Technik, sondern am Vertrieb: Bei Grundstücken dieser Größe gehören Einrichtung, Kartierung und Service zum Produkt, und das verkauft der Fachhandel mit.
Für die Auswahl heißt das zweierlei. Wer selbst einrichtet und ein übersichtlich geschnittenes Grundstück hat, kommt auch bei 3.000 Quadratmetern gut zurecht. Wer mehrere Zonen, Hanglage und schlechten Empfang kombiniert, sollte den Fachhandel zumindest in die Rechnung einbeziehen.