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Mähroboterohne Begrenzungskabel

Magazin · Messebericht

Mähroboter auf der IFA 2026: Allrad, Kantenarm und Igelschutz an jedem Stand

Veröffentlicht am , Besuch am 4. September 2026 · Von Daniel Weihmann

Mähroboter waren in Berlin überall, von Mammotion bis Navimow. Wir sind am 4. September alle Stände abgelaufen, fotografiert haben wir vier davon genauer: Sunseeker, TerraMow, Airseekers und Anthbot. Überall dieselbe Richtung: Allrad für steile Hänge, ein Arm für die Rasenkante und Sensoren, die nachts Igel erkennen. Was auf den Rampen lief, was davon Ankündigung ist, was die übrigen Hersteller gezeigt haben und was du heute schon kaufen kannst.

Das Wichtigste vorwegDrei Dinge zogen sich durch alle Stände, die vier ausführlich fotografierten wie die übrigen. Erstens Allradantrieb mit Steigungen zwischen 80 und 90 Prozent, vorgeführt auf Rampen, nicht nur auf dem Datenblatt. Zweitens der Kantenschnitt: Sunseeker und Anthbot zeigen Arme, die am Rand nachtrimmen, TerraMow verzichtet aufs Wenden. Drittens Tierschutz als Verkaufsargument, mit Wärmebild und Infrarot für die Dämmerung. Getestet haben wir nichts, die Geräte standen auf Kunstrasen. Was wir gesehen haben, steht hier, was der Hersteller behauptet, ist als solches gekennzeichnet.

Vorplatz am Eingang Nord der Messe Berlin: Fahnenmasten vor dem Gebäude mit IFA-Schriftzug, davor drei Werbestelen von Aiper mit einem Mähroboter auf grünem Rasen und der Angabe Booth H9-104, rechts ein rotes Plakat von Vevor für Halle 11.1, Besucher auf den Stufen.
Freitag, 4. September 2026, 11:41 Uhr, Eingang Nord am Hammarskjöldplatz. Schon vor der Tür wirbt Aiper für seinen Mähroboter in Halle 9, Vevor für Halle 11.1.
Die großen IFA-Buchstaben auf einem grün-rosa Podest vor dem Eingang Nord, davor Besucher, im Hintergrund das Gebäude mit TCL-Werbung, bewölkter Himmel.
Eine Viertelstunde später das Pflichtfoto. Alle vier fotografierten Stände lagen in Halle 11.1, gleich hinter dem Eingang.

Sunseeker: S7 mit LiDAR, Allrad und einem Arm, den man nicht kaufen kann

Der größte Auftritt unter den Mähroboter-Herstellern. Im Mittelpunkt stand die S-Serie für 2027 mit dem S7 LiDAR Ultra AWD für die 3.000-Quadratmeter-Klasse und dem kleineren S5 LiDAR Ultra AWD für rund 1.800 Quadratmeter. Beide navigieren mit dem, was Sunseeker AllSense 2.0 nennt: ein 360-Grad-LiDAR auf dem Rücken vermisst den Garten, zwei Kameras vorn erkennen, was im Weg liegt. Begrenzungskabel und Basisstation entfallen, das Gerät kartiert selbst und kann mehrere Karten für getrennte Rasenflächen speichern.

Frontansicht des Sunseeker S7 LiDAR Ultra AWD auf einem Podest: grauer Körper mit rotem Stoppknopf, vorn ein Sensormodul mit einer Weitwinkelkamera und zwei weiteren Linsen, grobstollige Räder, unten am Stoßfänger die Aufschrift ATC.
S7 LiDAR Ultra AWD von vorn. Im Sensormodul sitzen eine Kamera und zwei weitere Linsen, der LiDAR-Turm ist auf dem Rücken. Foto vom Stand, eigenes Bild.
Sunseeker-Mähroboter auf Kunstrasen mit einem schwarzen Roboterarm auf dem Heck, dessen Greifer über einem roten Würfel auf einer sechseckigen Platte schwebt, seitlich ein Modul mit der Aufschrift 360.
Der Greifarm hebt einen Würfel vom Rasen. Sunseeker nennt das ausdrücklich eine Studie ohne Zusage für ein Serienprodukt.

Auf der Rampe lief der S7 mit 80 Prozent Steigung, das entspricht rund 39 Grad, und überfuhr eine 5 Zentimeter hohe Kante. Das Mähwerk hat zwei Scheiben mit zusammen 35 Zentimetern Schnittbreite. Für den Rand gibt es einen Anschluss am Heck, den Sunseeker Extension Hub nennt; dort lässt sich ein Trimmkopf mit dem Namen EdgeZero einstecken. Der Roboterarm, der am Stand einen Würfel vom Rasen hob, sitzt am selben Anschluss. Sunseeker sagt dazu klar: eine Studie, keine Zusage für ein Serienprodukt.

Der zweite Schwerpunkt des Standes hieß „Animal-Friendly". Der S7 trägt neben LiDAR und Stereokamera ein Infrarotmodul, das Wärmesignaturen erkennt, also auch nachts und bei Dämmerung einen Igel im Gras. Am Stand hingen dazu eine Tierschutz-Empfehlung der Zeitschrift „selber machen" (Ausgabe 7/2026), eine Empfehlung 2026 von „Ein Herz für Tiere" und ein TÜV-Rheinland-Zertifikat nach ETSI EN 303 645, das ist die europäische Norm für die IT-Sicherheit vernetzter Geräte. Wie gut die Erkennung im echten Garten funktioniert, kann niemand auf einer Messe beurteilen; was das für den Igelschutz bedeutet, haben wir gesondert aufgeschrieben.

Sunseeker-Stand: ein Mähroboter auf einem Podest über Baumstumpf-Dekoration mit zwei Igelfiguren, davor Schilder mit der Tierschutz-Empfehlung der Zeitschrift selber machen, der Empfehlung 2026 von Ein Herz für Tiere und einem TÜV-Rheinland-Zertifikat, darüber die Wandtexte Gentle Navigation, Low Noise und Eco-Friendly, unten ein Schriftzug Animal-Friendly.
Tierschutz als Standthema: Auszeichnungen, TÜV-Siegel und Deko-Igel. Auf dem Bildschirm darüber lief die Erkennung eines Igels per Wärmebild.

Was du heute kaufen kannst: Die S-Serie kommt 2027, Preise nannte Sunseeker nicht. Lieferbar sind der S4 mit derselben LiDAR-Kamera-Kombination für ebene Flächen bis 1.000 Quadratmeter und der Elite X5 als aktuelles Allradmodell mit RTK und Kamera.

Sunseeker S4

LiDAR und Kamera, bis 1.000 m²

Navigiert mit 360-Grad-LiDAR und einer Frontkamera, die laut Hersteller über 360 Hindernisarten erkennt, und kommt ohne Begrenzungskabel und ohne Basisstation aus.

749,00 € abgerufen am 14.09.2026 um 12:37 Uhr Bei Amazon ansehen

Sunseeker Elite X5

Allrad, bis 2.000 m²

Allradmodell für Flächen bis 2.000 Quadratmeter mit Steigungen bis 60 Prozent.

1.699,00 € abgerufen am 14.09.2026 um 12:37 Uhr Bei Amazon ansehen

TerraMow: 42 Grad auf der Rampe und ein Mäher, der nicht wendet

TerraMow ist die Marke des chinesischen Herstellers Muxin, der als Technologiepartner hinter den eufy-Mähern von Anker steht. Auf der IFA stand der X AWD auf einer Rampe mit der Beschriftung „Slopes up to 42°". Das sind 90 Prozent Steigung und damit der höchste Wert, den wir auf der Messe gesehen haben. Der Allradantrieb sitzt auf einer Einzelradaufhängung, die TerraMow als automotive-grade bezeichnet. Das Mähwerk ist 50 Zentimeter breit, drei Scheiben mit je fünf Klingen, angetrieben von einem 900-Watt-Motor.

TerraMow X AWD, ein graugrüner Allrad-Mähroboter mit rotem Stoppknopf, steht schräg auf einer steilen Kunstrasenrampe, daneben das Schild Slopes up to 42 Grad und die Beschriftung X AWD, dahinter ein Bildschirm mit Gartenkarte.
Der X AWD auf der 42-Grad-Rampe. Auf dem Bildschirm dahinter die Karte, die das Gerät aus den Kamerabildern erzeugt.
Zwei TerraMow-Geräte auf schwarzen Podesten: links der X AWD mit der Aufschrift 42V AWD und großen Stollenrädern, dazwischen ein rotes Schild CHIP Highlight 2026 mit Zertifikat, rechts der kompakte Mini 500 mit Tragegriff, rotem Stoppknopf und der Aufschrift TerraVision.
X AWD und Mini 500 nebeneinander. Das Zertifikat dazwischen: CHIP Highlight 2026 für den X AWD, vergeben auf der IFA.

Die Besonderheit, mit der TerraMow wirbt, ist unscheinbar: Der X AWD wendet nicht. Am Ende jeder Bahn fährt er rückwärts weiter, das Mähwerk schneidet in beide Richtungen. Wer die Spurrillen kennt, die ein Roboter beim Drehen an immer derselben Stelle hinterlässt, versteht den Sinn sofort. Die Navigation läuft über sechs Kameras, je drei vorn und hinten, ergänzt um Netzwerk-RTK; die Bilder werden auf einem Chip im Gerät ausgewertet, nicht in der Cloud. Je nach Variante nennt TerraMow Flächen zwischen 2.000 und 11.000 Quadratmetern.

Der Haken: Der X AWD wird über Kickstarter verkauft, mit einem Frühbucherpreis von 2.699 US-Dollar und einer späteren Preisempfehlung von 3.599 US-Dollar. Ein Liefertermin für Deutschland stand auf der Messe nicht fest. Und bei diesem Betrag gehört gesagt, was eine Kickstarter-Zusage rechtlich ist: kein Kauf, sondern eine Unterstützung. Das gesetzliche Widerrufsrecht und die Gewährleistung, die du bei einem Händler in der EU hast, gibt es gegenüber der Plattform nicht, Ansprüche richten sich allein gegen den Hersteller in seinem Sitzland. Wird aus dem Nicht-EU-Ausland geliefert, kommen Einfuhrumsatzsteuer und gegebenenfalls Zoll auf den Dollarpreis obendrauf. Und wer Crowdfunding-Hardware kennt, rechnet nicht nur mit Verzögerungen, sondern weiß, dass im schlechtesten Fall gar nichts geliefert wird. TerraMow hat seit 2024 zwei Baureihen ausgeliefert, das spricht für den Hersteller, ersetzt aber keinen Händler vor Ort.

Was du heute kaufen kannst: Den Mini 500, der neben dem X AWD auf dem Podest stand, gibt es seit Ende August. Er navigiert nur mit Kameras, ohne RTK und ohne LiDAR, für Gärten bis 500 Quadratmeter. Dazu der größere V1000 nach demselben Prinzip.

TerraMow Mini 500 mit Garage

Nur Kameras, bis 500 m²

Navigiert ausschließlich über drei Frontkameras, ohne Begrenzungskabel, ohne RTK-Antenne und ohne LiDAR.

799,00 € abgerufen am 14.09.2026 um 12:37 Uhr Bei Amazon ansehen

TerraMow V1000 mit Garage

Nur Kameras, bis 1.200 m²

Das größere Kameramodell von TerraMow für Flächen bis 1.200 Quadratmeter.

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Airseekers: ARANIX mit acht Motoren und Allradlenkung

Airseekers hat auf der IFA den ARANIX vorgestellt, den Nachfolger der Tron-Reihe, und dafür den „Best of IFA 2026"-Preis von Android Headlines bekommen. Die Idee: Statt zwei Antriebsrädern und Stützrädern hat der ARANIX vier angetriebene und vier gelenkte Räder, insgesamt acht Motoren. Damit dreht er auf der Stelle, fährt seitlich versetzt und soll Steigungen bis 40 Grad schaffen. Airseekers rechnet das mit 85 Prozent um, rechnerisch sind 40 Grad 84 Prozent. Das System misst laufend den Untergrund und regelt jedes Rad einzeln nach, damit sich das Gerät aus schwierigen Stellen selbst befreit.

Nahaufnahme eines Airseekers-Mähroboters auf einem Podest: zwei nebeneinander liegende Kameralinsen in einem Modul mit der Aufschrift AIRSEEKERS, darüber eine schwarze LiDAR-Kuppel, rechts ein gelenktes Stollenrad an einem Schwenkarm, im Hintergrund eine Kunstrasenrampe mit Ladestation und einem zweiten Gerät.
Der Sensorkopf des ARANIX: Stereokamera vorn, 360-Grad-LiDAR obendrauf. Rechts gut zu sehen, wie das Rad an einem eigenen Lenkarm hängt.

Die Navigation nennt Airseekers Tri-Positioning: 360-Grad-LiDAR, eine Kamera mit 300 Grad Blickwinkel für die optische Positionsbestimmung und Netzwerk-RTK. Fällt das Satellitensignal unter Bäumen aus, soll das Gerät bis 2.000 Quadratmeter allein mit LiDAR und Kamera weiterkommen. Die Kamera erkennt laut Hersteller über 500 Objektarten und reagiert in 200 Millisekunden. Das Mähwerk FlowCut 2.0 hat zwei gegenläufige Scheiben mit zwölf Klingen auf 40 Zentimetern Breite, wahlweise mit geraden Klingen für den Rasen oder Schlegelklingen für hohes Gras und Unkraut. Der 15-Amperestunden-Akku reicht für rund 120 Minuten, als Obergrenze nennt Airseekers 4.000 Quadratmeter.

Was du heute kaufen kannst: Einen Preis und ein Datum für den ARANIX gab es auf der Messe nicht. Lieferbar sind die beiden Tron-Modelle, aus denen er hervorgeht: der Tron für 2.400 Quadratmeter mit Allrad und 65 Prozent Steigung und der kleinere Tron SE für 1.500 Quadratmeter.

AirSeekers Tron

Allrad, bis 2.400 m²

Das aktuelle Allrad-Spitzenmodell von Airseekers für Flächen bis 2.400 Quadratmeter, der Vorgänger des auf der IFA 2026 gezeigten ARANIX.

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AirSeekers Tron SE

Allrad, bis 1.500 m²

Allradantrieb mit vier Offroad-Rädern, ausgelegt auf Steigungen bis 65 Prozent.

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Anthbot: R7 mit Trimmerarm und Infrarot für Igel

Anthbot stellte die R7-Serie vor und nennt sie den ersten Mähroboter mit echtem Zero-Edge-Schnitt. Dahinter steckt ein Arm mit der Bezeichnung EdgeEase, der über eigene LiDAR- und Kamerasensoren die Rasengrenze verfolgt und entlang von Mauern, Zäunen und Beeten nachtrimmt, während das Gerät fährt. Es gibt drei Ausstattungsstufen: Die kleinste kommt ohne Arm, die mittlere mit Arm, die größte mit Arm und Infrarotsensor. Die Spitzenvariante schafft laut Anthbot 4.000 Quadratmeter am Tag.

Anthbot R7 in Silber mit rotem Stoppknopf und kleinem Dachaufbau steht auf einer steilen Kunstrasenrampe, dahinter eine Tafel HoloSense Quad-Fusion Navigation System mit den Symbolen 360 Grad LiDAR und RTK, rechts unten ein zweites bronzefarbenes Gerät auf ebenem Rasen, an der grünen Trennwand die Angabe 40 Grad und 84 Prozent.
Der R7 auf der Rampe mit der Angabe 40 Grad beziehungsweise 84 Prozent, dahinter die Erklärtafel zur HoloSense-Navigation. Rechts unten ein zweites Gerät der neuen Reihe.

Der Antrieb hat sechs Motoren, vier für die Räder und zwei für die Lenkung, und bewältigt 40 Grad oder 84 Prozent Steigung sowie Kanten bis 6 Zentimeter. Zwei schwimmend gelagerte Mähscheiben passen sich dem Boden an, der 270-Wattstunden-Akku lädt in 60 Minuten. Die Navigation heißt HoloSense: zwei LiDAR-Sensoren, PPP-RTK und Kamerabilder werden zusammengerechnet. Für die Dämmerung kombiniert der R7 die Kamera mit einem Infrarotsensor, der Wärmesignaturen erkennt, Anthbot nennt als Beispiel den im Gras versteckten Igel. Preise und Markteinführung will der Hersteller separat bekanntgeben. Nach eigenen Angaben gehört Anthbot zu den meistverkauften Mähroboter-Marken auf Amazon Deutschland und beliefert Baumärkte wie Bauhaus.

Was du heute kaufen kannst: Den M9 Pro, in dem die HoloSense-Navigation bereits steckt, für Flächen bis 1.500 Quadratmeter. Und als Sonderfall den N8, der das Schnittgut nicht liegen lässt, sondern in eine Box saugt und die selbst entleert.

Anthbot M9 Pro mit Garage

LiDAR, RTK und Kamera, bis 1.500 m²

Das Gerät, mit dem Anthbot die HoloSense-Navigation eingeführt hat, die auch im IFA-Flaggschiff R7 steckt: 360-Grad-LiDAR, RTK oder NetRTK und zwei Kameras arbeiten zusammen, damit die Position auch unter Bäumen und an Hauswänden hält.

1.298,99 € abgerufen am 14.09.2026 um 12:37 Uhr Bei Amazon ansehen

Anthbot N8 mit Grasfangbox

Sammelt Gras und Laub, bis 1.500 m²

Der einzige Mähroboter in dieser Übersicht, der das Schnittgut nicht liegen lässt: Ein Klingensystem mäht und mulcht, ein zweites saugt Gras und Laub in eine 23-Liter-Box.

1.699,00 € abgerufen am 14.09.2026 um 12:37 Uhr Bei Amazon ansehen

Was die übrigen Stände gezeigt haben

Die vier Stände oben sind die, von denen wir Fotos mitgebracht haben. Gesehen haben wir mehr. Damit die Angaben belastbar bleiben, stützen wir uns für die übrigen Hersteller auf die unten verlinkten Messeberichte und nicht auf die Erinnerung an ein Standgespräch.

  • Segway Navimow H5 Pro: ein Mäharm, der seitlich um 7,7 Zentimeter ausfährt (EdgeMaestro), dazu Wärmebild zur Kleintiererkennung, Allrad und bis 80 Prozent Steigung. Navimow arbeitet nach eigenen Angaben mit Igelschutzorganisationen zusammen.
  • Mammotion Luba 4 AWD: Varianten für 3.000, 6.000 und 12.000 Quadratmeter, vier Kameras plus 360-Grad-LiDAR plus Netzwerk-RTK ohne eigene Basisstation, bis 80 Prozent, optionales Kantenmodul am Heck. Vorbestellungen sollen im vierten Quartal starten, Preise fehlen noch.
  • MOVA: LiDAX Ultra der zweiten Generation mit der Kantenlösung UltraTrim 3.0 und der AstraX mit einem Greifarm, der Fallobst aufsammeln und Äste wegräumen soll.
  • Anker eufy S2 Max: seitlich rotierende Kunststofffäden als Kantentrimmer, die Fläche und Rand in einem Gang bearbeiten.
  • Dreame: eine neue Allrad-Reihe mit einklappbaren Trimmerköpfen sowie Infrarot- und ToF-Sensoren zur Hinderniserkennung.
  • XcanMow Mix 2000: Europapremiere auf der IFA, laut Hersteller ebenfalls ohne Begrenzungskabel. Roborock RockNeo Q2 LiDAR: Der Hersteller, den die meisten von Saugrobotern kennen, war mit einem Mäher da, der ohne Begrenzungskabel und ohne RTK-Station auskommt. Er navigiert mit einem LiDAR-Sensor namens Sentisphere plus Bilderkennung, schafft bis 45 Prozent Steigung und Durchfahrten ab 60 Zentimetern, ist nach IPX6 gegen Strahlwasser geschützt und fährt mit einem beweglichen Schneidwerk bis auf rund drei Zentimeter an Hindernisse heran. In der Ladestation steckt ein WLAN-Verstärker. Zur Fläche gehen die Berichte auseinander, genannt werden 800 bis rund 1.000 Quadratmeter. Preis und Verkaufsstart nennt Roborock noch nicht.

Das Muster ist überall dasselbe: Nach der kabellosen Navigation ist die Rasenkante das Thema, und die Hersteller lösen es entweder mit einem ausfahrbaren Mähdeck oder mit einem separaten Arm.

Was das für die Kaufentscheidung heißt

Die Steigungswerte verschieben sich nach oben. Noch vor zwei Jahren galten 45 Prozent als viel, jetzt zeigen vier Hersteller 80 bis 90 Prozent auf Rampen. Wer einen echten Hang hat, findet dazu die Einordnung auf der Seite zur Hanglage. Wichtig bleibt: Eine Messerampe ist trocken und griffig. Nasses Gras und lockerer Boden sind eine andere Sache.

LiDAR wird Standard in der oberen Klasse. Sunseeker, Airseekers und Anthbot kombinieren Laser, Kamera und RTK, kein Neugerät verlässt sich noch allein auf das Satellitensignal. TerraMow geht mit sechs Kameras den anderen Weg und lässt RTK nur als Ergänzung zu. Wie sich die Verfahren unterscheiden und wo LiDAR seine Grenzen hat, steht im Technikteil.

Der Kantenschnitt ist die nächste Baustelle. Arme wie EdgeEase und EdgeZero sind eine Antwort auf die eine Stelle, an der jeder Mähroboter bisher Handarbeit übrig ließ. Ob sie im Alltag halten, was die Rampe zeigt, entscheidet sich erst mit den ersten Geräten im Handel. Bis dahin ist die Frage, wie nah ein Roboter an die Kante kommt, weiter eine Frage der Hinderniserkennung und der Bauform.

Tierschutz ist zum Verkaufsargument geworden. Infrarot und Wärmebild sind ein Fortschritt gegenüber Kameras, die in der Dämmerung blind sind. Einen anerkannten Prüfstandard für Igelsicherheit gibt es trotzdem nicht, und die einfachste Maßnahme kostet nichts: tagsüber mähen. Mehr dazu auf der Seite Mähroboter und Igel.

Die vier fotografierten Neuheiten im Vergleich

Herstellerangaben vom Stand und aus den Pressemitteilungen, keine Messwerte.

Gerät Navigation Steigung Fläche Kantenschnitt Stand
Sunseeker S7 LiDAR Ultra AWD360°-LiDAR, zwei Kameras, Infrarot80 % (rund 39°)3.000 m²EdgeZero-Trimmkopf als Zubehör2027, Preis offen
TerraMow X AWDsechs Kameras, Netzwerk-RTK90 % (42°)2.000 bis 11.000 m²mäht in beide Richtungen, kein WendenKickstarter, ab 2.699 US-Dollar
Airseekers ARANIX360°-LiDAR, 300°-Kamera, Netzwerk-RTK40° (84 %, Airseekers nennt 85 %)bis 4.000 m²Allradlenkung, dreht auf der Stelleangekündigt, Preis offen
Anthbot R7zwei LiDAR, PPP-RTK, Kamera, Infrarot84 % (40°)bis 4.000 m² pro TagEdgeEase-Trimmerarm ab mittlerer Stufeangekündigt, Preis offen

Quellen

Eigene Fotos und Notizen vom Messebesuch am 4. September 2026. Die technischen Angaben stammen aus den Standtafeln und aus diesen Veröffentlichungen, die Links öffnen in einem neuen Fenster.

Stand: 10. September 2026. Diese Seite beschreibt, was auf der Messe gezeigt wurde. Wir haben keines der Geräte getestet.

Häufige Fragen

Welche Mähroboter-Neuheiten gab es auf der IFA 2026?

Ausführlich fotografiert: Sunseeker mit der S-Serie für 2027, TerraMow mit dem X AWD und 42 Grad Steigfähigkeit, Airseekers mit dem ARANIX mit Allradlenkung und Anthbot mit der R7-Serie mit Trimmerarm. Außerdem auf der Messe: Navimow H5 Pro, Mammotion Luba 4 AWD, MOVA LiDAX Ultra und AstraX, eufy S2 Max, eine neue Dreame-Allradreihe und der XcanMow Mix 2000.

Kann man die gezeigten Geräte schon kaufen?

Nein. Die Sunseeker-S-Serie kommt 2027, der TerraMow X AWD läuft über Kickstarter, ARANIX und R7 sind angekündigt ohne Preis und Datum. Lieferbar sind die jeweiligen Vorgänger und kleineren Modelle, die auf dieser Seite verlinkt sind.

Was bedeutet 80 oder 90 Prozent Steigung?

Prozent beschreibt das Verhältnis von Höhe zu Strecke: 100 Prozent sind 45 Grad. 80 Prozent entsprechen rund 39 Grad, 90 Prozent etwa 42 Grad. Solche Werte gelten auf trockenem, griffigem Untergrund. Auf nassem Gras und lockerem Boden liegt die Grenze niedriger.

Erkennen die neuen Geräte Igel zuverlässig?

Sunseeker und Anthbot setzen auf Infrarot beziehungsweise Wärmebild, das in der Dämmerung mehr sieht als eine normale Kamera. Einen anerkannten Prüfstandard für Igelsicherheit gibt es noch nicht, die VDI-Richtlinie 4350 Blatt 2 soll bis Mitte 2027 fertig sein. Sicher ist bis dahin nur die Beschränkung der Mähzeiten auf den Tag.

Was ist ein Trimmerarm beim Mähroboter?

Ein ausfahrbarer Arm mit einem eigenen Schneidkopf, der die Rasenkante entlang von Mauern, Zäunen und Beeten nachschneidet, wo das Mähwerk nicht hinkommt. Anthbot nennt seinen EdgeEase, Sunseeker bietet den EdgeZero-Kopf als Zubehör für den Extension Hub an. Beide sind angekündigt, im Handel gibt es sie noch nicht.

Stand: . Preise und Verfügbarkeit werden zweimal täglich automatisch aktualisiert.